[ Hotel Unvernunft ]

Mit hoffnungsvollem Blickbetrittst du dieses Haushast alles draußen gelassenund willst nie mehr zurück “Hotel Unvernunft”stand auf dem Schildwelches vor der Tür hingmit einem schwer erkennbaren Bild Drinnen geht es lustig zu,tausende Unbekanntestrichen deine Traenenweg im nu. Doch, nüchtern betrachtetwirkt diese Fröhlichkeit nicht realdoch du – betrunkenund es ist dir egal. Im “Hotel Unvernunft”fühlst du dich scheinbar wohlinmitten von anderen Jüngerndes Dämon Alkohol. Nach 20 Jahrenbist du ein Teil von diesem HausGefangen darinführt kein Weg mehr hinaus. Wer du bisthast du schon lang vergessenLebensinhalt Vollrauschvom Alkohol zerfressen. Plötzlich tritt ein neues…

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[ Rufe ]

Auf die höchsten Berge will ich steigen,nur um zu schreien.Wutentbrannt werde ich deinen Namen rufen,doch auf dem Berg bin ich allein. Kein Ruf wird dich noch erreichen.In meinem Herzen entfacht tiefer Hassein Feuer welches selbst ich fürchte,die Stirn wird mir nass. Aus meinem Leben hat man dich gerissen,Freund…warum ausgerechnet du?Am Steuer, betrunken … Todesritt,Erinnerung, schmerzend wie ein harter Tritt. Freund, du gingst nicht allein in den Tod.Der Mensch in deinem Herzen folgte aus Not.Trauer beging an ihr Mord,riß auch sie von hier fort. Ich hoffe euch beiden geht es dort…

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[ Tränen ]

ein zimmer … vier wändeein gesicht … verdeckt durch zwei händeein tisch … von bildern bedecktein traum … unter staub versteckteine träne … ihren weg sich bahntmetall … so glänzend mahntkein ton … diesen raum durchdringtniemand hier … noch um sein leben ringtdie träne … sich im rot verliertein blick … auf rote bäche stiertein körper … dumpf zu boden krachtein mensch … der im schweiß erwacht 01.06.2003

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[ Vergessen ]

Das dritte Jahr ist vergangen,Erinnerungen wie ein schwaches Licht.Nichts davon mehr da,doch vergessen kann ich nicht. Über Nacht stürzten Welten ein,Ruinen, Scherben, Hoffnungslosigkeit.Das Gefühl völlig allein zu sein,doch kein Vergessen stellt sich ein. Minuten drücken zentnerschwerErdrückend, aber doch schon Jahre her.Soviel Zeit dazwischen liegt,doch das Vergessen hat nicht gesiegt. Ein Weg führt in ein dämmernd Licht,vieles aufgegeben, zurückgelassen,verliert Erinnerung an Gewicht,aber vergessen will ich nicht! 01.06.2003

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[ Mein Schmerz ]

kein wortstahl arbeitet sichganz langsamdurch deine hautblut läuftdeinen körper herunteraus der fernehörst du einen schreidu schließt deine augenund erblickst ein vonschmerzen verzerrtes gesichtvoller tränendas blut rinnt weiteran deinemvom schmerz verschontenkörper hinunterder schrei verstummtdu siehst denin schmerz gehüllten engelwelcher langsamzu boden sinktblutarmutohne wundendoch eine narbe bleibtnicht auf der hautin meinem herzen 09.02.2003

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[ Was dann? ]

Wenn das Herz langsam erfriert,in jedem Tag sich der Sinn verliert,wenn man Stunde um Stunde verschenktund man wieder zu viel denkt. Wenn jeder Weg sein Ziel verfehlt,man sich wieder mit solch Zeilen quält,wenn man die Wärme nicht mehr spürtund langsam den Verstand verliert. Wenn du in dir die Hölle siehst,du die Flamen selbst mit Öl begießt,wenn du dir selbst jede Hoffnung nimmstund nichst gegen die Zeit unternimmst. Wenn dein einz’ger Traum dein Ende istund du nichts, nur dich selbst vergisst,wenn du gezielt jeden deiner Fehler suchstund dich anschließend verfluchst. Wenn…

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[ Flucht vor dir selbst ]

und wieder stehst du weinend daerrinnerst dich wie es damals wardie selben vier wände die dich umgebenalles so vertraut, du kannst hier nicht lebendu hast jedesmal angst nach hause zu kommenin dein alltes leben, du wirkst sehr benommendie möbel, die wände, das ganze haussieht noch so wie vor jahren auswenn du die augen schließtsiehst du deine familie im zimmeröffne sie nicht, sie sind weg für immerdu denkst du mußt endlich hier rausdoch du merkst – woanders siehts wieder genau so aus 30.11.2002

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[ Und so ist es an der Zeit ]

zu groß sind die narben,zu tief sitzt der schmerzso verlor ich mein lebenals erstarrte mein herz… gnadenlos jagte mich die vergangenheittrieb mich in den absoluten wahnsinnder kraft beraubt war mir der weg zu weitmit zielen vor den augen schied ich dahin die seele starb vor zwei jahrender körper litt weiter in seiner notohne chance sich selbst zu wahrenstürzte auch er sich in den tod oft waren leute an meinen grablegten blumen für mich herabdie zeit schritt weiter unterdessenkurz darauf ward ich vergessen 30.11.2002

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[ Bittere Jahre ]

Kindheit – Voller Hoffnung,Ziele vor den Augen,Taten trugen Früchte,Ein Gefühl,sich in Sicherheit zu Glauben. Die Jugend,steinige Pfade,schmerzvolle Erfahrungen,Angst vor dem neuen Tage. Das Spiel mit dem Leben,ein Leben an seidenen FädenRisiko, Wahnsinn, Rausch, Sucht,Fehler – niemals Vergeben Freunde gingen ihre Wege,niemand begleitete dich mehr.Der Hass in dir war zu großDas Leben ließ dich langsam los. Fliehend vor der Wirklichkeit,vernebeltest du Deinen Verstand,die Klinge die dich ständig verletzte,glitt schon lang nicht mehr aus Deiner Hand. Selbsthass wuchs, Brücken stürzten ein,Dein Leben in Scherben,Der rettende Weg,er fiel dir nicht ein. Bis zur…

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[ Das Nichts im Ich ]

Geisel der Gedanken,Schlachten im Gehirn,Erdachte Gefühle,Kalter Schweiß auf der Stirn. Es ist das Nichts im Ich,was dich leiden läßt,das Nichts im Ich,was dein Leben zerstört,Es ist das Nichts im Ich,für das du alles opferst,Das Nichts im Ich,was dich führt. Reale Illusionen,Traumgelebtes Lebendigsein,Es wird nichts verschonen,Es wird für dich die Droge sein Es ist das Nichts im Ich,was dich leiden läßt,das Nichts im Ich,was dein Leben zerstört,Es ist das Nichts im Ich,für das du alles opferst,Das Nichts im Ich,was dich führt. Betäubtes Bewußtsein,Zerstörung durch dein SeinSklave deiner Schuld,so fließt das Gift…

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