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Madekozu

Amok-Fans im Netz - CS:GO - Spieler spielen Amokläufe nach

Hmmm ... vielleicht sind die "Killerspiele" ja doch nicht zu unrecht wieder im Visier...

Nach dem blutigen Amoklauf in München, bei dem ein 18-Jähriger neun Menschen und sich selbst erschossen hat, nehmen deutsche Behörden verstärkt Nutzer des Gaming-Portals Steam ins Visier.

Auf YouTube gibt es eine ganze Reihe an Nutzern, die beispielsweise Amokläufe in "Counterstrike" nachspielen und diese Videos dann ins Netz stellen.

Ein weiteres YouTube-Video zeigt den nachgespielten Amoklauf von Erfurt, wo ein 19-Jähriger 2002 fünfzehn Personen ermordet hat. Leider habe er es nicht geschafft, den Dialog mit dem Lehrer einzufügen, schreibt dessen Ersteller; deshalb sei das nachgestellte Video nicht authentisch.

Quelle: http://derstandard.at/2000042101081/...elt-Taeter-auf

Ehrlich - da hört der Spaß langsam auf - Einliefern?? Wegschließen??

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Bei den letzten beiden Zitaten sehe auch ich zumindest die Grenze zur Geschmackslosigkeit deutlich überschritten. Hier herrscht meines Erachtens deutlicher Handlungsbedarf. Auch wenn ich nicht unbedingt für Zensuren bin, sollte hier in erster Linie YouTube derartige Videos sofort rausnehmen, um diesen "tollen Nutzern" schonmal das Publikum zu entziehen, an entsprechende Behörden weiterleiten und gegebenenfalls das youtube-Konto direkt sperren. Ein zweiter Schritt wäre hierzu die betreffenden Eltern und User selbst anzusprechen und sie für die Thematik sensibel zu machen.

Das erste Zitat gehört für mich zu den ähnlich bescheuerten Meldungen, wie etwas wie "Spieler sind Killer" usw. Hier wird meines Erachtens nicht nur Ursache und Wirkung verkannt, sondern sogar ein Zusammenhang gefunden, der aus meiner Sicht nicht existiert.

Es ist aber auch einfach, etwas im Alltag der Jugendlichen dafür verantwortlich zu machen. Klingt jetzt vielleicht komisch, aber meines Erachtens gibt es doch momentan in unserer Gesellschaft vermutlich nur etwa 5-10% (grob geschätzt) an Kindern und Jugendlichen, die keine Computerspiele benutzen. Insofern hat eine Meldung á la "Der Amokläufer spielte PC." für mich keinerlei Aussagekraft. Genausogut könnte sie heissen: "Der Amokläufer aß gerne Pizza." oder sowas... Ist dann die Pizza dafür verantwortlich?

Zudem interessieren mich ja immer brennend Antworven von diesen Computerspiel-Experten auf folgende Fragen:

- Wenn Computerspiele derart viele Amokläufer zu verantworten haben, warum gibt es dann verhältnismässig so wenige dieser Personen? (Allerdings ist meine Grundeinstellung dazu dass jeder Amoklauf einer zu viel ist.)

- Wenn Computerspiele derart viele Amokläufer hervorbringt, wie können die Experten überhaupt noch ruhig schlafen?

Eine Desensibilisierung (so werte ich auch Zitat 2 und 3) möchte ich dabei gewissen Computerspielen (hierzu würde ich ebenfalls vor allem die Ego-Shooter zählen) als mögliches Risiko gar nicht abstreiten, aber für mich gehört es zwingend dazu, dass man beispielsweise soziale Komponenten, wie Elternhaus und Freundeskreis mit in den Fokus nimmt. Diese können viel auffangen... oder halt auch nicht... oder sogar ähnlich bis noch mehr destabilisierend wirken, meines Erachtens.

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