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Madekozu

Tödlicher Stromschlag vom Smartphone-Ladekabel

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Zitat

Hanoi (dpa) - In Vietnam ist eine Jugendliche nach Angaben der Behörden durch einen Stromschlag ihres Smartphone-Ladekabels getötet worden. Beamte hätten die 14-Jährige mit einem verkohlten Kabel in der Hand tot in ihrer Wohnung in einem Dorf gefunden, berichtete die Zeitung «Thanh Nien».

Ein Mitglied des Gemeindevorstands erklärte dpa, dass das Mädchen schlief, während sie den tödlichen Stromschlag erlitt. Ihr Handy hatte sie zum Aufladen mit dem Stromnetz verbunden. Ob es sich um ein Original-Markenladegerät oder eine Kopie handelte, ist unklar.

Eins vorweg: Tragisch - wirklich sehr tragisch.

 

Bevor nun aber hier gerätselt wird, ob es sich um ein originales Ladegerät oder um eine Billigkopie (wobei man sagen muß: Fast alle Smartphones nutzen eine USB-Variante - da muß es ja auch kein Original sein) sollte man sich erst einmal vor Augen führen wo und was Vietnam ist.
Sozialistische/Kommunistische Staaten sind ja nun nicht unbedingt berühmt dafür hochmodern zu sein. 1964 1955-1975 in einen sinnlosen Krieg komplett kaputt gemacht, kann vom Ende des Wiederaufbaus noch lange nicht die Rede sein. Das trifft natürlich auch auf ein desolates Stromnetz und improvisierende Bürger zu. Not macht erfinderisch und ich gehe mal davon aus, daß uns verglichen mit unseren Sicherheitsstandards in Sachen Strom übel werden wird.

Was ich damit sagen will: Es mag sein, daß das Ladegerät einen defekt hatte - ABER - ich kann mir durchaus auch vorstellen, daß auf Grund mangelnder oder mangelhafter Elektroinstallationen dieser Defekt erst zur Katastrophe geführt hat.

 

Was mir weiter auffällt: Das Mädchen wurde mit dem verbrannten Kabel in der Hand tot aufgefunden. Schlafend mit einem Handy in der Hand welches gerade geladen wird? Boah - also würde ich meine Kleine mal so ertappen - das gibt ne Predigt da würde sie mit den Ohren schlackern. Warum?: Handy lädt - Akku wird warm, wird heiß, geht kaputt und erzeugt einen Kurzschluß ... Ladegerät ist damit überlastet, Kabel wird warm, Ladegerät wird warm, Kabel und Ladegerät werden heiß ... Lötpunkte im Ladegerät lösen sich durch die Hitze - Lötzinn wird flüssig ... USB-Kabel bekommt dadurch die volle Spannung ab .... Sicherungskasten magelhaft - aus Not wurden defekte Sicherungen selbst "repariert" (lösen nie mehr aus) - das defekte Ladegerät schafft es nicht, die Sicherung herauszuwerfen. Das Mädel stirbt und in den Medien wird gegrübelt ob es ein Markenladegerät oder eine Billigkopie war. Manchmal machen die es aber (mangels ) auch zu einfach und Volk nimmt die Message auf: "Leute - kauft nur originale Ladegeräte - sonst sterben kleine Mädchen". Traurig - armes Mädel, arme , arme Medienwelt.

 

Ich hab mich jetzt mal auf die Suche nach der Meldung in der Zeitung "Thanh Nien" gemacht und bin auch fündig geworden. Den Artikel findet ihr hier: https://thanhnien.vn/thoi-su/nu-sinh-lop-9-bi-dien-giat-tu-vong-khi-vua-su-dung-iphone-vua-sac-pin-899503.html. Das Mädel ist wohl in der Tat mit den ladenden iPhone6 eingeschlafen. Leute: Nie ein Handy im Bett oder zugedeckt laden (Auch nicht mit Powerbank in der Handtasche!) - das kann auch ohne Stromschlag ne Katastrophe geben (Ich erinner nur an die explodierenden Akkus).

 

Der Ort:

 

...eine sehr ländliche Gegend - laut Wikipedia hat dort die industrialisierung der Landwirtschaft gerade begonnen, ansonsten noch Vieh- und Forstwirtschaft. Also ich denk mal nicht gerade der modernste Teil dort, was meinen Gedankengang von weiter oben im Beitrag noch bekräftigt.

 

Vielleicht stolpert ja mal jemand hier drüber und kann mir sagen, ob mein Gedankengang völlig daneben oder doch gar nicht so verkehrt ist.

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coole Recherche, macht wirklich Spass, das Forum zu lesen...

 

P.S. wieder was gelernt... Infos umgestzt und weitergegeben.

  • Thanks 1

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    • Von Madekozu
      Ich hab heute mal eine PC-Software gebraucht, mit der man mehrere verschiedene Smartphone-Modelle verwalten/synchronisieren kann. Bei meiner Suche bin ich über MyPhoneExplorer gestolpert und ich muß sagen - das Teil ist top.
      Die Software besteht aus zwei Teilen - zum Einen den Android-Clienten und zum Anderen die PC-Software (siehe Links unten). Nachdem man die App aufs Smartphone gehauen hat, hat man drei Wege sich mit dem PC zu verbinden (WLAN, Bluetooth und auch über USB-Kabel). Bei der Verbindung über WLAN vergibt man im Clienten noch ein Passwort, damit nicht jeder drauf rumspielen kann und schon kanns losgehen.
      Software auf dem PC starten -> Verbinden (WLAN, BT oder USB auswählen) -> loslegen...
      Funktioniert prima und vor allem - mit verschiedenen Geräten (bei mir aktuell Sony Xperia M4 und WIKO Jerry), sollte aber mit jedem Gerät funktionieren auf dem der Client läuft.
       

       
      Android App: MyPhoneExplorer Client | Google Play
      PC-Software: FJ Software Development


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