Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Madekozu

Das Ende der Netzneutralität...

...bisher war es so, daß Provider alle Daten, die durchs Internet gewandert sind, gleich behandeln mußten, was den Weitertransport anbelangt.

Die EU hat nun mal wieder einen Bockmist beschlossen, der förmlich nach Tritten in den Hintern schreit:

Das Europaparlament hat der Verordnung über Maßnahmen zum Zugang zum offenen Internet zugestimmt und alle Änderungsvorschläge abgelehnt – trotz aller Kritik und Bedenken, auch unter den Abgeordneten. Zwar ist grundsätzlich vorgesehen, dass Netzbetreiber alle Datenpakete gleichberechtigt durch ihre Leitungen schicken, egal woher sie stammen oder welchen Inhalt sie haben. Doch Kritiker befürchten, dass diese Netzneutralität wegen fehlender, schwammiger oder widersprüchlicher Formulierungen in der Verordnung aufgeweicht wird.

Quelle und kompletter Artikel: http://www.zeit.de/digital/internet/...tzneutralitaet

Nun - das war am Dienstag. Die deutsche Telekom kommt nun darauf hin mit folgendem:

Dienste, die auf "eine gute Übertragungsqualität" angewiesen sind, sollen die Telekom in Zukunft in Form einer "Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent" bezahlen.

Unternehmen, die nicht bereit sind, Gebühren an die Telekom zu bezahlen, erhalten keine bevorzugte Behandlung und müssen sich die begrenzte Kapazität des Telekom-Netzes teilen. Wie sich das anfühlt, können Telekom-Kunden schon jetzt regelmäßig erleben, wenn YouTube-Videos in den Abendstunden nur noch träge durch die Leitung tröpfeln.

Quelle und kompletter Artikel: http://business.chip.de/news/Telekom...ign=testcenter

Und was heißt das nun?

Tja - finanzstarke Konzerne können sich nun eine Überholspur für ihre Daten kaufen - auch wenn es von offizieller Stelle immer hieß, daß dies nicht möglich sei. Da die Leitungen aber nur eine bestimmte Kapazität bieten, müssen dafür andere Daten auf die "Stauspur" geschickt werden - sprich - madekozu.de und alle unsere Gameserver werden dadurch ausgebremst - oder - sie werden teurer, um sich die Überholspur leisten zu können (diese Entscheidung liegt aber nicht bei uns, sondern unseren Anbietern).

Egal wie man das nun dreht und wendet - es ist eine riesengroße Sauerei, die sich diese Idioten mal wieder einfallen lassen haben und das mit nem Beschluß der jede Menge Schlupflöcher für solche Abzockmaßnahmen bieten, die die deutsche Terrorkom hier nun verzapft.

Solche Beschlüsse werden komischerweise aber auch immer dann durchgeboxt, wenn ganz Europa die Augen auf der Flüchtlingskriese und den dafür verantwortlichen Kriegen hat. Hier beweist die EU mal wieder seine Stärke: "Nutzen für die Wirtschaft und Schaden für den Bürger".

Und hier nochmal paar Teile aus diesem Beschuss ... öhm ... Beschluss:

Anbieter von Internetzugangsdiensten behandeln den gesamten Verkehr bei der Erbringung von Internetzugangsdiensten gleich, ohne Diskriminierung, Beschränkung oder Störung, sowie unabhängig von Sender und Empfänger, den abgerufenen oder verbreiteten Inhalten, den genutzten oder bereitgestellten Anwendungen oder Diensten oder den verwendeten Endgeräten.

DAS wäre ja super ... wenn da nicht noch folgendes zu finden wäre:

Ausgenommen davon sind sogenannte Spezialdienste. Damit sind Dienste gemeint, "die keine Internetzugangsdienste sind" und mehr Bandbreite und Störungsfreiheit brauchen als zum Beispiel der Versand einer E-Mail. AHA ... da fällt ja eigentlich so ziemlich alles drunter, was man im Internet finden kann. "Spezialdienste" die genug Kohle haben, können sich dadurch einen Vorteil gegenüber finanzschwächeren Dienstleistern verschaffen. Irgendwas kann doch da nicht stimmen.

Auch wenns nicht viel bringen wird und ich von Petitionen nicht viel halte...

-->> https://www.change.org/p/wir-sind-f%...gt-frau-merkel


bearbeitet von Madekozu

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Nachdem das europäische Parlament de facto das Ende der Netzneutralität beschlossen hat, sah die Telekom den richtigen Zeitpunkt gekommen, ihre Zukunftspläne kundzutun. Wer eine schnelle, stabile Internetverbindung will, soll künftig bitte draufzahlen. Das betrifft auch Online-Gamer. Allerdings regt sich jetzt erheblicher Widerstand - nicht nur auf Seiten der Verbraucher, sondern auch in Politik und Industrie. Wie der SPD-Politiker Lars Klingbeil dem Nachrichtenmagazin Focus mitteilte, werde man im bevorstehenden Konsul­tations­verfahren bei der Bundesnetzagentur genauestens auf die Einhaltung der Kriterien für die geplanten "Spezialdienste" der Telekom achten. Die Gute Nachricht für Gamer: Video- oder Spieleangebote gehören laut Klingbeil eindeutig nicht dazu.

Quelle: http://www.chip.de/news/Zockt-die-Telekom-Spieler-ab-Gamer-sollen-fuer-stabiles-Internet-extra-bezahlen_84983474.html?utm_medium=social&utm_content=news&utm_source=facebook&utm_campaign=testcenter

Eine gute Nachricht für Gamer ????

OK - Spieleangebote gehören nun nicht zu den "Spezialangeboten" - werden deshalb also nicht teurer ... ABER .... die werden, wenn es solche "Spezialangebote" gibt doch dann künstlich ausgebremst und das stört mich fast nochmehr als die Geldgeilheit der deutschen Terrorkom.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0