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Draconya

Spielreview: The Witcher

Empfohlene Beiträge

Draconya    93

Nachdem ich mir das Spiel "The Witcher" nun doch mal (endlich?) zu Gemüte führte, möchte ich an dieser Stelle mein Eindruck zu diesem äussern.Das Spiel selbst hat nun doch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Erstveröffentlichung war im Oktober 2007. Die Figuren, Geschichte und Handlungen basieren auf den Geschichten des polnischen Fantasy-Schriftstellers Andrzej Sapkowski. Chronologisch sind die Geschehnisse im Spiel nach den Ereignissen in den Büchern / Kurzgeschichten anzusiedeln.Das Spiel beginnt mit einem Video, welches uns einen kleinen Einblick in das scheinbar alltägliche Leben von dem Hexer Geralt von Riva gewährt. In diesem nimmt er den Striegenfluch von der Prinzessin Adda. Nach dem Video finden wir uns in Begleitung von einigen anderen Hexern und der Zauberin Triss Merigold in Kaer Morhen wieder. Allerdings sind dies alles Fremde für uns, da Geralt sein Gedächtnis verloren hat. Doch viel Zeit um sich zu erkundigen, was - wo - warum - und wer man denn überhaupt ist, bleibt nicht. Denn kurz darauf wird die Burg auch schon angegriffen.

 

Kaer_Morhan.jpg

Die Hexerausbildungsstätte Kaer Morhen

 

An dieser Stelle werden wir nun also in das Kampfsystem eingeführt. Dieses ist - zugegebenermaßen - erst einmal gewöhnungsbedürftig. Doch sowohl an die Steuerung, als auch an das Kampfsystem selbst, gewöhnt man sich im Grunde auch recht schnell. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß mir die Komplexität durchaus auch zugesagt hat. Man muß sich je nach Gegner entscheiden, mit welcher Waffe man angreift und mit welchem Kampfstil man diesen Gegener zu erledigen gedenkt. Es gibt zunächst einmal das Stahlschwert und dann noch ein Hexer-Silber-Schwert (allerdings nicht von Beginn an). Daneben gibt es noch die Kampfstile "schwer" (für langsame / mit Rüstung versehene Gegner), "schnell" (für flinke Gegner wie beispielsweise Meuchler) und "Gruppenkampf" (wenn man gleich von meheren Gegnern umringt wird). Was ich allerdings weniger gut fand war die "aktive Kampfsteuerung". Man legt hier zwar keine Klickorgien hin wie bei manch anderen Spielen, doch muß man immer genau den Moment abpassen, wenn der Mauszeiger sich zu einem flammenden Schwert verwandelt. Dies führte bei mir mitunter dann eben dazu, daß man ziemlich gebannt den Mauszeiger im Blick hatte - jedoch die Umgebung dann nicht mehr so wirklich. Oder - wenn man auf die Umgebung achten wollte - dann die Einsätze verpasste. Aber wirklich tragisch ist auch das im Grunde nicht. Nach einer gewissen Zeit kann man dies dann auch je nach den Bewegungsabläufen sogar in etwa abschätzen. Hinzu kommen nach und nach die berühmten Hexerzeichen und / oder immer neue Tränke, welche wir uns mittels Alchmie brauen können.Das Skillsystem ist recht offen und komplex, so daß man sich seinen Geralt quasi so zurechtskillen kann, daß es zu den eigenen Kampfvorlieben passt. Ich habe hier beispielsweise eher weitestgehend "klassisch" mit Schwertern gekämpft und die Hexerzeichen eher sträflich vernachlässigt, beziehungsweise eher selten genutzt.

 

Flammenschwert.jpg

Auf den richtigen Klickzeitpunkt kommt es an!

 

Zur Grafik allgemein möchte ich noch anmerken, daß dieses Spiel wie bereits erwähnt, bereits ein paar Jahre alt ist und man dementsprechend keine ultra photorealistische Grafik erwarten sollte. Hat man zuvor meist solche Spiele gespielt, dürfte man wohl erstmal ein Weilchen brauchen, um sich wieder "umzugewöhnen". ;) Doch fand zumindest ich die Grafik immer noch ziemlich gut und es hat dem Spielspaß dann zumindest keinen Abbruch getan. ;)Ein Pluspunkt ist meiner Meinung nach auch die Ausarbeitung des Spieles, was die Geschichten und Charaktere anbelangt. So sammelt man mit der Zeit auch immer weiter Informationen zu allem möglichen - ob nun in Bezug auf Orte, Charaktere denen man begegnet, verschiedenen Monstern / Gegnern. Diese notiert sich Geralt dann auch fleißig, sodaß wir fortan immer schön alles nachlesen könnnen. Finden wir neue Informationen, so werden diese auch ergänzt. :) Je nachdem, wie viel wir beispielsweise von den Gegnern wissen, können wir auch unterschiedliche Dinge von ihnen einsammeln.

 

 

Tagebuch_Ort.jpg  Tagebuch_Ungeheuer.jpg

Eintrag zu einem Ort. Hier kann man alles jederzeit nachlesen. :)

 

Geralt ist mitunter - je nachdem wie man ihn natürlich spielt - nicht abgeneigt was das Vergnügen mit Frauen anbelangt. ;) Und da man hier auch stets mit einem schönen Artwork belohnt wird, wenn Geralt einem weiblichen Wesen entsprechend nähergekommen ist, könnte man hier schon fast von einer "Errungenschafts-Sammlung" sprechen. ;)

 

Artwork_Dryade.jpg

So schön wird man für die Errungenschaften belohnt. ;)

 

Zu den Geschehnissen oder der Geschichte selbst möchte ich an dieser Stelle allerdings gar nicht viel erzählen. Denn ein weiterer großer Pluspunkt dieses Spieles ist die Tatsache, daß diese sich an Hand von Entscheidungen, die man trifft, verändern! Man kann Quests lösen oder nicht - und wenn man sich entscheidet, diese Aufgaben zu machen - so kann man diese auf verschiedene Arten erledigen. Welche wiederum unterschiedliche Konsequenzen mitbringen können. Und genau dies ist, was ich liebe an solchen Spielen. :) Der Fortlauf der Geschichte wird also stets von unseren Entscheidungen beeinflusst, wen wir beispielsweise unterstützen und auf welche Art wir dies tun.Das Spiel wartet zudem mit einigen interessanten Wendungen auf und auch die Gelegenheiten zum Schmunzeln sind nicht gerade selten.Neben den sogenannten Hauptquestreihen gibt es auch noch unzählige Nebenquests. Wer neugierig ist und einige Charaktere einfach immer wieder mal anspricht, dürfte hier so einiges interessantes zu hören bekommen. :)Wer schon immer mal im Fight Club antreten wollte: In den Gasthäusern gibt es stets Gelegenheit, sich ein paar Münzen hinzuzuverdienen. Oder wer lieber Glücksspiele mag: Die Einwohner Temeriens scheinen teilweise regelrecht verrückt zu sein nach ihrem Würfelpoker, bei welchem wir uns ebenfalls "nach oben spielen" können - bis hin zu angesehenen Profispielern. ;)

 

 

Wuerfeln.jpg

Das allseits beliebte Würfelpoker. :)

 

Ein weiterer Pluspunkt sind zudem die Atmosphäre und das Verhalten der NPCs. Das Vor-Sich-Hinmurmeln von einigen oder die Reaktionen auf das Wetter beispielsweise. Da suchen die Leute bei Regen schonmal fluchtartig Unterschlüpfe oder freuen sich hämisch darüber, daß "die Wäsche der Nachbarin nun nass wird". Kinder laufen einem teilweise neugierig hinterher - genauso wie diese kleinen "Äffchen". Alles in Allem ist dies ein Spiel, welches es sich in meinen Augen zu spielen lohnt. Insbesondere, wenn man vorhat die nachfolgenden Spiele ebenfalls zu spielen. ;)

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Altersfreigabe: FSK8

erschienen: Oktober 2007

 

 

 

 

 

 

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Draconya    93

Wer sich für die Vorgeschichten interessiert und weiteres zu Geralt von Riva und Temerien wissen möchte, dem seien noch an dieser Stelle die Bücher des polnischen Fantasy-Schriftstellers Andrzej Sapkowsk ans Herz gelegt. Ich selbst habe sie zwar noch nicht gelesen, werde dies aber wohl nachholen, da dieses Spiel nun doch auch mein Interesse an diesen geweckt hat. ;) Zudem ist es meiner Meinung nach durchaus interessant, die Hintergründe zu Figuren und Ereignissen - oder generell die Welt an sich, in welche diese stattfinden - kennenzulernen.

So weit ich herausgefunden habe, sind die Ereignisse im Spiel (wie oben schon erwähnt) chronologisch betrachtet nach denen in den Geschichten anzusiedeln. Um einen kleinen Überblick über die chronologische Reihenfolge er Geschichten zu behalten, seien die Bücher hier mal dementsprechend aufgelistet:

  • Der letzte Wunsch
    • Im polnischen bereits 1993 erschienen // in Deutschland 1998; Neuausgabe 2007.
    • Besteht aus 7 Kurzgeschichten zu dem weißhaarigen Hexer Geralt von Riva.
    • --> Zur Buchvorstellung

  • Zeit des Sturms
    • Dieser Roman ist in sich geschlossen und zeitlich zwischen den ersten beiden Kurzgeschichtsbänden anzusiedeln.
    • Erschienen im polnischen 2013 // in Deutschland 2015.

  • Schwert der Vorhersehung
    • Erschienen im polnischen 1992 // in Deutschland 1998; Neuausgabe 2008.
    • Besteht aus 6 Kurzgeschichten.

  • Das Erbe der Elfen
    • Erschienen im polnischen 1994 // in Deutschland 2008.
    • 1. Roman der Geralt Saga.

  • Die Zeit der Verachtung
    • Erschienen im polnischen 1995 // in Deutschland 2009.
    • 2. Roman der Geralt Saga.

  • Feuertaufe
    • Erschienen im polnischen 1996 // in Deutschland 2009.
    • 3. Roman der Geralt Saga.

  • Der Schwalbenturm
    • Erschienen im polnischen 1997 // in Deutschland 2010.
    • 4. Roman der Geralt Saga.

  • Die Dame vom See
    • Erschienen im polnischen 1999 // in Deutschland 2011.
    • 5. Roman der Geralt Saga.

Weiter gibt es ein Buch mit Kurzgeschichten:

  • Etwas endet, etwas beginnt
    • Erschienen im polnischen 2000 // in Deutschland 2012.
    • Beinhaltet diverse Kurzgeschichten, 2 davon in Bezug auf den Hexer Geralt von Riva.

Des weiteren gab es im polnischen noch einen Buchband Wiedźmin („Der Hexer“) von 1990. Dieser wurde allerdings nie ins Deutsche übersetzt. Er besteht aus insgesamt 5 Kurzgeschichten. 4 von diesen sind allerdings im Kurzgeschichtenband "Der letzte Wunsch" enthalten. Die letzte Kurzgeschichte findet sich im Buch "Etwas endet, entwas beginnt".

bearbeitet von Draconya
Buchvorstellung verlinkt

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marcanton    143

Und als hätte es Draconya geahnt... gibts ab heute die Witcher-Spiele alle auf gog.com günstiger. So ist Teil 1 (Enhanced Version) für schlappe 1,49$, Teil 2 (Enhanced Version) für 2,99$ und Teil 3 für 31,99$... Fragt mich nicht, was das ganze in Euro ausmacht, das rechnet mein Paypal ganz automatisch um, aber durch den Dollar-Kurs sollten die Preise in Euro NOCH geringer sein, soweit ich weiß.

GOG ("Good old Games") arbeitet absichtlich ohne DRM... man braucht also keine Anbindung an irgendjemanden zu befürchten und muss auch nicht online sein. Insofern zielt das Konzept absichtlich gegen Steam.

Und hier die Seite: http://www.gog.com/

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Draconya    93
Und als hätte es Draconya geahnt... gibts ab heute die Witcher-Spiele alle auf gog.com günstiger. So ist Teil 1 (Enhanced Version) für schlappe 1,49$, Teil 2 (Enhanced Version) für 2,99$ und Teil 3 für 31,99$... Fragt mich nicht, was das ganze in Euro ausmacht, das rechnet mein Paypal ganz automatisch um, aber durch den Dollar-Kurs sollten die Preise in Euro NOCH geringer sein, soweit ich weiß.

GOG ("Good old Games") arbeitet absichtlich ohne DRM... man braucht also keine Anbindung an irgendjemanden zu befürchten und muss auch nicht online sein. Insofern zielt das Konzept absichtlich gegen Steam.

Und hier die Seite: http://www.gog.com/

Hmm... die scheinen wohl gerade in Rabattlaune zu sein... bei Steam gibt es nun ebenfalls die Witcher-Spiele vergünstigt:

Witcher I (Enhanced Version) für 1,19 Euro

Witcher II für 2,99 Euro

Witcher III für 29.99 Euro

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Madekozu    130
Und als hätte es Draconya geahnt... gibts ab heute die Witcher-Spiele alle auf gog.com günstiger. So ist Teil 1 (Enhanced Version) für schlappe 1,49$, Teil 2 (Enhanced Version) für 2,99$ und Teil 3 für 31,99$... Fragt mich nicht, was das ganze in Euro ausmacht, das rechnet mein Paypal ganz automatisch um, aber durch den Dollar-Kurs sollten die Preise in Euro NOCH geringer sein, soweit ich weiß.

GOG ("Good old Games") arbeitet absichtlich ohne DRM... man braucht also keine Anbindung an irgendjemanden zu befürchten und muss auch nicht online sein. Insofern zielt das Konzept absichtlich gegen Steam.

Und hier die Seite: http://www.gog.com/

bei den Preisen kann man nix falsch machen :)

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