Man liebt seine Mutter fast ohne es zu wissen und ohne es zu fühlen, weil es so natürlich wie leben ist. Doch man spürt bis zum Augenblick der letzten Trennung nicht, wie tief die Wurzeln dieser Liebe hinabreichen.
In gut zwei Stunden fahre ich ein letzes Mal zu ihr, um Abschied zu nehmen. Noch schwebt sie irgendwo zwischen Überleben und Tod. Zum Glück scheint sie nichts mehr davon zu spüren. Seit Sonntag Nacht ist sie nicht mehr ansprechbar, wird künstlich beatmet. Die Ärzte können nichts mehr für sie tun. Die Behandlung wird heute eingestellt.
Nach langer und schwerer Krankheit müssen wir sie nun gehen lassen.
Sie hat gegen 18:30 Uhr aufgehört zu leiden.