[ Bittere Jahre ]

Kindheit – Voller Hoffnung,
Ziele vor den Augen,
Taten trugen Früchte,
Ein Gefühl,
sich in Sicherheit zu Glauben.

Die Jugend,
steinige Pfade,
schmerzvolle Erfahrungen,
Angst vor dem neuen Tage.

Das Spiel mit dem Leben,
ein Leben an seidenen Fäden
Risiko, Wahnsinn, Rausch, Sucht,
Fehler – niemals Vergeben

Freunde gingen ihre Wege,
niemand begleitete dich mehr.
Der Hass in dir war zu groß
Das Leben ließ dich langsam los.

Fliehend vor der Wirklichkeit,
vernebeltest du Deinen Verstand,
die Klinge die dich ständig verletzte,
glitt schon lang nicht mehr aus Deiner Hand.

Selbsthass wuchs, Brücken stürzten ein,
Dein Leben in Scherben,
Der rettende Weg,
er fiel dir nicht ein.

Bis zur Kehle versunken im Dreck,
erstickende Erkenntnis,
alles was du liebtest,
war für immer weg.

Dann traten Menschen in dein Leben,
vergleichbares Schicksal,
die selben Tränen,
Kraft für den Weg aus dem Tal.

Entzug, Aggression – dein Leib zittert,
vor Schmerzen, vor Kälte
Du bist voller Hoffnung,
dennoch verbittert.

Qualvoller Weg
hinaus aus dem Morast,
du verlierst Mensch um Mensch,
Versteh – ihnen fehlte die Kraft.

Langsam spürst du,
wieder Boden unter den Füßen,
Wärme, Geborgenheit – Vorsicht!
Es ist zu früh dies zu geniesen!

Deine Vergangenheit – nie Vergessen,
zerstörtest Seelen, verteiltest Leid,
vergangen – viel Zeit
Vergeben? Du verlangst zu viel.
Schuld? Es war dein Spiel!

Kämpfe weiter – hart, schwer,
Der Lohn – nicht sichtbar?
Doch – es ist viel mehr!

Erst jetzt wirst du reifer,
Reißt Mauern ein,
vernarbtes Herz,
spür was es heißt am Leben zu sein.

02.06.2002

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