[ Die Sekunde ]

Brach, das Land deiner Träume
Ruinen – zerstörte Hoffnung.
Wie ein Blitz traf dich die Wahrheit.
Raubt dir alles, ohne Schonung.

Der rauhe, kalte Hauch deines Alltags
zeichnet deine Seele,alles wird Kalt wie Stein,
nichts ist mehr so wie vor Stunden
Ein kurzer Augenblick hat dich völlig zerschunden.

Der Schmerz, er wächst in dir,
völlig unter Schock, die Bilder noch vor dir.
In Sekunden verliehrt sich der Sinn,
In dieser Zeit fließt alles dahin.

Glas splittert, ein Lärm betäubt dich,
Sekunden, Zeit der Schrecklichkeit.
Du wirst umhergeschleudert, noch ein kräftiger Schlag
Dann ist alles Still – du – allein im Wrack.

Erwachen – ein greller Raum
du siehst Umrisse – ist es ein Traum
Nein – glaub nur was du siehst.
Sie sagen: ”Du hast Glück das du am Leben bist”

Glück?? Du quälst dir ein Lächeln ins Gesicht
Du willst aufstehen, doch spürst deine Beine nicht.
Du fängst an nach der Schuld zu suchen,
Für das wirst du dich ewig verfluchen.

Gefesselt am Rollstuhl – da hilft kein Bangen
Sekundenschlaf – wärst du vor der Fahrt nur ins Bett gegangen
Aus Fehlern lernt man hört man immer wieder,
du gehst früh ins Bett – doch laufen wirst du niemals wieder.

02.06.2002

Kommentar:
Geschrieben hatte ich das Gedicht während meiner Zeit auf Montage. Ständig hoffnungslos übermüdet als tickende Zeitbombe auf den Autobahnen Deutschlands unterwegs. Es grenzt eigentlich schon an ein Wunder das da nichts schlimmeres passiert ist. Nun ja – diese Zeiten sind zum Glück vorbei!

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